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Im Zuge unserer TrustRank-Reihe sprachen wir bereits die Relevanz der Domains in Bezug auf Ihr Alter an. Dabei kündigten wir auch einen Beitrag an, der sich damit beschäftigt, wie man eine Domain für die eigene Website wählt: ob sie neu oder schon von irgendwoher übernommen sein soll. Und wenn neu, welchen Namen man ihr gibt. Hier folgt der entsprechende Beitrag.

Firmennamen oder Speaking-URLs? Oder beides?

Es gibt natürlich verschiedenste Möglichkeiten bei der Wahl der Websitedomain. Wenn es um eine Unternehmenswebsite geht, fällt einem wohl als erstes der Firmenname mit der Landes-Domainkennung am Ende ein. Eventuell enthält die URL Bindestriche, wenn der Firmenname aus zwei Wörtern oder dergleichen besteht.

Es geht aber auch anders. Zum Beispiel mit sogenannten „Speaking URLs“, die zwar eher für Landingpages genutzt werden, aber durch semantisch sinnvolle Zeichenkombinationen und entsprechende Keywords auch zum Rankingerfolg einer Website beitragen. Es werden aber auch schon Domainnamen verwendet wie zum Beispiel die Seite eines Reiseunternehmens mit der Haupt-URL „billig-weg.de“.

Weiter gibt es auch die Möglichkeit mehrere Domains für die eigene Website zu registrieren. So kann man zum Beispiel den Firmennamen und eine Speaking-URL registrieren. Doch ein Dschungel an URLs ist nie gut. Überlegen Sie sich also ob Sie zig Hauptdomains einrichten wollen. Eventuell macht es Sinn weitere Domains nur für bestimmte Zwecke also die Auslagerung von Inhalten zu benutzen, zum Beispiel bei einer Produktpräsentation.

Die Domains müssen in jedem Fall richtig verknüpft sein, damit eine Suchmaschine den Inhalt aufgrund der zwei Domains nicht als Duplikate und damit als Spam versteht. Dies bedeutet nämlich Minuspunkte im TrustRank.

Warum ist die Wahl des richtigen Domainnamens überhaupt wichtig?

Viele wählen bei einer neuen Website die Domainnamen wie es tausende vor Ihnen getan haben, frei Schnauze mit der ersten Intuition. Webdesign und Funktionalität der Website sind ja eh wichtiger. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Mit einigen Überlegungen, kann man aber mehr (und vor allem gezielter etwas) aus einem Domainnamen herausholen.

Relevanz des Domainnamens für das Website-Ranking

Wenn man also eine solche Speaking-URL wählt, tragen schon die gewählten Keywords zu einem Erfolg der Website bei. Wenn Sie aber beispielsweise den Namen Ihrer Firma für die Domain wählen, bietet das andere Vorteile bzw. essentielle Grundbausteine.

Wenn man noch einmal auf die Suchmaschinen blickt, ist natürlich ihr erster Wunsch, dass potenzielle Kunden Ihre Seite finden, sich auf Ihr informieren und hoffentlich einen Schritt in Richtung Auftrag tätigen. Das kann durch die Keywordabfrage erfolgen (Ein Kunde findet Ihren Handwerkbetrieb über Keywords wie „Reparatur“). Die Rolle, die die richtige URL für Ihre Platzierung im Google-Ranking innehat, sollte man aber nicht überschätzen. Am Ende zählt dann doch der sinnvolle Inhalt auf Ihrer Homepage.

Domains nutzbar machen

Nicht zu vergessen bleibt aber, dass Kunden auch Ihr Unternehmen direkt suchen können. Wenn etwa eine andere Seite, die Ihre Firma beispielweise in Blogartikeln benennt, unter Ihrem Firmennamen eher gefunden wird als Ihre eigene, sollten Sie sich Gedanken machen. Den Firmennamen auch für die Domain zu wählen ist immer noch die etablierte Variante, die unter Umständen auch in die Browsersuche direkt eingegeben wird.

Darum ist die Einprägsamkeit der Domainadresse nicht unerheblich. So sieht vielleicht einer Ihrer potenziellen Kunden Ihre Werbung, die ihn besonders anspricht. Er behält im Hinterkopf, dass er sich über Ihr angebotenes Produkt oder die Dienstleistung im Internet weiter informieren möchte. Eine ellenlange Domainadresse, die mit vielen Keywords um sich schmeiß um im Ranking zu gewinnen, hat es da bei einem solchen Kunden schwerer, als eine kurze knackige, die beispielsweise aus Ihrem Firmen- oder Markennamen besteht.

Ihr Ziel muss am Ende immer noch sein: ein Besucher, der zum Kunde werden kann, muss meine Website finden.

Top Level Domains nach Kundenstamm auswählen

Früher dachte man vielleicht, die landesspezifischen Endungen einer Domain würden ähnlich wie PKW-Kennzeichen bestimmen, wo die Seite herstammt. Seit kurzem kann man sein Kennzeichen frei wählen. Das geht mit den Top Level Domains (TLD) genauso.

Es ist deshalb empfehlenswert auch an dieser Endung einen Gedanken zu lassen. Sie ist nämlich insoweit landesspezifisch, als sie je nach Wahl im entsprechenden Land eher gefunden wird und Sie beispielswiese auch mehrere Domains mehrere Versionen präsentieren können – abgestimmt auf den jeweiligen Kundenkreis.

Übertreiben Sie es aber nicht, sondern verwenden Sie diese Möglichkeit weise! Es macht nur Sinn, wenn Sie hierdurch einen bestimmten Markt ansprechen wollen. Wenn Sie also vor allem Kunden in Österreich und Italien haben, sollten sie über die zwei Domainendungen .at und .it nachdenken. Letztere wäre vermutlich übersetzt sinnvoll.

Tipps zur Domainnamen-Findung

Nach dieser Annäherung an die Maßstäbe für eine Wahl des Domainnamens können wir festhalten: die Domain Ihrer Website sollte tangieren zwischen eindeutiger Auffindbarkeit (Prägnanz) und SEO-Futter.

Anhaltspunkte hier sind:

  • Kurz genug für Besucher und eine manuelle Eingabe
  • Eindeutig Ihrem Unternehmen zuzuordnen
  • Ihr Firmenname als Domain ist gut, wenn Sie bei den Unterseiten auf suchmaschinenfreundliche Adressierung achten
  • Vermeiden Sie: Marken oder Namen von (anderen) Unternehmen, Namen von Prominenten, Titel von Zeitschriften, Filmen, Software, Städtenamen und Kfz-Kennzeichen, Bezeichnungen von staatl. Einrichtungen und natürlich Tippfehler
  • Versuchen Sie, bei ausländischen oder mehrsprachigen Websites immer zuerst eine landesspezifische TLD wie .de, .co.uk, .es, .fr zu bekommen. Das verschafft Ihnen Vorteile auf den jeweiligen Märkten

Fazit: es lohnt sich über den Domainnamen nachzudenken. Dabei geht es aber nicht darum alle Möglichkeiten, die sich durch die Domainwahl ergeben auszuschöpfen, sondern die beste Variante für Ihr Unternehmen und die Erreichbarkeit Ihrer potenziellen Kunden zu finden. Sprechen Sie uns gerne an für eine Beratung zu dem Thema.




Artikel aus dem FMA medien Blog

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