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Viele Kunden kommen zu uns mit dem Wunsch nach einer Landingpage. Der Begriff ist schon länger in aller Munde. Doch ist es wirklich das was sie wollen? Die Begrifflichkeiten in der Website-Branche sind undurchsichtig und vernetzt.

In einem bereits erschienenen Artikel differenzierten wir Website von Webseite, Homepage, Webanwendung und -portal. Nun geht es um den Unterschied zwischen Landingpage und der ähnlichen Microsite, der sich doch als elementar für das Erreichen der Ziele Ihres Web-Projektes erweist. 

Die Landingpage oder Landeseite: ihre Funktion

Bei einer Landingpage handelt es sich um eine einzige Seite. Der Begriff bezeichnet vor allem die Funktion dieser Seite: ein Suchender soll auf genau dieser Seite landen.

Hierfür muss natürlich definiert werden, wie und warum ein Besucher auf diese Seite gelangen soll. Anders als bei einer holistischen Website wird also ganz klar genau ein Ziel definiert, zum Beispiel kann genau ein Produkt beworben werden. Genau um dieses dreht sich dann die Landeseite – es gibt keine Ablenkung.

Eine Landeseite (Stand-alone-Landingpage) oder eine Unterseite der Hauptwebsite sein. Trotzdem ist sie in letzterem Fall nicht über das Menü erreichbar und wirkt damit unabhängig, ist aber in die Domain der Hauptseite mit eingebunden (bspw. www.fma-medien.de/landingpage). Dies kann vor allem zum Vertrauen zur Landingpage beitragen. Hierfür werden oftmals aber auch Trust-Siegel o.ä. eingesetzt.

Wie ist eine Landingpage aufgebaut?

Das bedeutet auch, dass Sie genaue Aktionen durch Ihre Landingpage hervorrufen. Im genannten Fall etwa die Bestellung des Produktes. Oft wünscht man zunächst die Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen. Die Landingpage dreht sich um diese Aktion. Das bedeutet, dass Sie Ihre Inhalte auf die Aktivierung dieser Aktion ausrichten und an mehreren Stellen z.B. über Buttons die Möglichkeit für diese Aktion bieten. Dies bezeichnet man als Call-to-Action.

Das bedeutet auch, dass auf einer Landingpage niemals Links sein sollten, die von dieser wegführen. Auch nicht auf Ihre generelle Website. Denn dies ist nicht das Ziel der Landeseite. Eine umgekehrte Verlinkung ist allerdings möglich.

Wann ist eine Landingpage sinnvoll?

Landeseiten werden oft in Werbekampagnen eingesetzt, sind also der Ziellink für eine Werbeanzeige. Das bedeutet natürlich auch, dass die Anzeige an die Landeseite ausgerichtet sein muss. Die fungieren als Team: ist das eine nicht durchdacht, kann das andere auch nicht funktionieren.

Man kann allerdings auch mehrere Anzeigen für die Landingpage erstellen und testen, welche besser funktioniert. Das bedeutet auch, dass man die Landingpages entsprechend testen muss. Welche Klicks kommen von welchen Anzeigen? Welche Ansprache funktioniert demnach bei Besuchern besser? Wird die gewünschte Aktion auf der Landingpage ausgeführt? Oder waren die Anzeigen vielleicht irreführend? Oder kommen Besucher vielleicht sogar eher über die organische Suche über Google?

Die Microsite oder Mikro-Website

Die Microsite konzentriert sich genau auf ein bestimmtes Thema. Sie kann also besonders gut bestimmter Produkttypen oder Dienstleistungsbereiche präsentieren und so die Präsenz dieses einzelnen Bereiches vergrößern. Das passiert, weil beispielsweise die Hauptunternehmensseite zu umfangreich ist und das jeweilige Produkt auf dieser schlecht zur Geltung kommt.

Wie sieht die Microsite aus?

Die Microsite sollte, wenn sie nicht wie die Landingseite einseitig ist, nur sehr wenige Seiten enthalten. So verliert Sie den Fokus nicht und kann zu den gewünschten Conversions führen, präsentiert das Thema aber vielschichtiger als eine einzelne Landeseite.

Die Microsite muss auch optisch gut durchdacht werden. Überlegungen sollten nicht nur in den Aufbau der einzelnen Unterseiten gelegt werden, sondern auch in das Design an sich. Es kann ratsam sein eine Microsite ähnlich zu gestalten wie die Hauptunternehmensseite um einen Bezug und damit Vertrauen herzustellen. Andererseits kann eine Abweichung davon das präsentierte Thema auch erfolgreich hervorheben. Man sollte je nach den Gegebenheiten abwägen. Eine Agentur kann dabei vor allem mit ihrer Erfahrung hilfreich sein.

Wie werden Microsites verwendet?

Microsites besitzen eine eigene URL, die direkt das Thema anspricht, optional sollte erst später die Nennung des Unternehmensnamens erfolgen. Mikro-Websites eignen sich deshalb im Besonderen für die Verbesserung im Suchmaschinen-Ranking und somit als SEO-Werkzeug eingesetzt.

Auch Microsites kann man für Werbeanzeigen einsetzen. Die Nutzerführung muss hier aber sehr klar gestaltet sein, sodass nicht ähnliche Probleme wie für eine Werbung über die komplette Website auftreten. Der Aufbau einer Microsite ist deshalb äußerst wichtig.

Der Unterschied in einer Gegenüberstellung von Landingpage und Microsite

Gemeinsamkeit: beide Seiten eignen sich für Werbekampagnen und werden deshalb als Marketingwerkzeug eingesetzt. Sie konzentrieren sich immer auf ein bestimmtes Produkt, eine Dienstleistung oder ein Thema.

Die Landingpage: Eine Seite mit dem Fokus auf einer Aktion

  • Nutzer sollen schnell handeln
  • Gefahr, dass Inhalte zu kurzgreifen und den Nutzer nicht überzeugen
  • Stand-alone-Seite (kann unseriös wirken) VS Einbindung als Unterseite auf der Hauptwebsite (kann ablenken)
  • Schnell erstellbar
  • Gut um unterschiedliche Varianten zu testen: schnelle Analyse, schnelle Änderungen

Die Microsite: mehrere Unterseiten, evtl. mit Aktion, ausführlichere Darstellung eines Themas

  • Nutzern wird Zeit gegeben
  • Gefahr: Nutzern wird zu viel Entscheidungszeit gegeben, die kann von einer Aktion ablenken
  • steht eine Aktion nicht im Fokus kann die Marke durch intensive Beschäftigung mit dem Thema gestärkt werden
  • umfangreicher und damit

Wie man in den Aufstellungen sehen konnte, gibt es keine Variante, die generell besser ist. Sowohl Microsite, also auch Landingpage haben Vor- und Nachteile. Wie in so vielen Webprojekten ist es nötig die Bedürfnisse für Ihr angestrebtes Marketingziel genau zu definieren und deshalb den Typ der Teilwebsite und die Gestaltung dieser zu ermitteln. Als Ihre digitale Werbeagentur hat FMA medien Erfahrung mit beiden Varianten und hilft Ihnen in der Klärung in einem gemeinsamen Gespräch weiter.




Artikel aus dem FMA medien Blog