Was ist ein OnePager?

O, wie… OnePager, One-Page-Website oder auch (Ohhhh) Single-Page-Website ist eine Website bzw. ein Webdesign über eine einzelne Seite (html-Seite). Hierauf werden alle Inhalte abgehandelt.

Seit 2016 etwa hat sich dieses Format fest im Netz etablier und ist regelrecht zu einem Trend geworden. Auch viele unserer Kunden fragen nach einer OnePager-Lösung. Und das aus gutem Grund. Allerdings führt nicht jede Singe-Page-Website zum Erfolg. Wir verraten, was es ist und wann es klappt.

Wie werden OnePager genutzt?

OnePager ähneln in ihrem Aufbau dem News-Feed einer Social-Media-Plattform. Auch hier kann munter weiter und weiter gescrollt werden. Das ist Nutzern bekannt und baut deshalb Vertrauen auf – ein Grund warum OnePager steigende Beliebtheit erlangen.

OnePager sind aber nicht wie in sozialen Netzwerken (gefühlt) unendlich scrollbar, sondern verfolgen ein Ziel, auf das ein Nutzer im besten Fall hinscrollt. So bietet die einseitige Website Möglichkeiten um auch vielseitige Themen zu präsentieren und leitet einen Nutzer trotzdem nicht ins Ungewisse.

Hierfür gibt es auch zwei Möglichkeiten: man kann Nutzer wie etwa in einem Texteditor ganz normal weiterscrollen lassen oder aber über Sprungmarken innerhalb der Seite leiten. Hierzu werden Navigationspunkte angelegt oder Buttons auf dem OnePager eingearbeitet, auf die ein Nutzer klicken kann. Optimalerweise sind die jeweiligen Abschnitte, zu denen gesprungen wird, genau auf die Bildschirmgröße angepasst.

Gerade über mobile Geräte ist das Scrollen oder Springen über Marken beliebt und sinnvoll.

Ist eine OnePager-Seite für mein Projekt geeignet?

Wie so oft im Website-Geschäft muss man für die Beantwortung der Frage nach dem Format der neuen Seite seine Inhalte ganz klar definieren.

Ein OnePager bietet in besonderem Maße die Möglichkeit Geschichten zu erzählen (Storytelling). Nutzer sind dazu angehalten auf der Seite weiter zu scrollen und Ihrem Erzählstrang zu folgen. Gerade auf einem Smartphone oder Tablet tun sie dies meist ganz intuitiv. Dieses Storytelling funktioniert beispielsweise auch um die verschiedenen Facetten eines Produktes zu präsentieren – ähnlich wie eine Präsentation über PowerPoint.

Eine Geschichte für die passende Zielgruppe

Am Ende einer jeden OnePager-Geschichte sollte immer ein (um in diesen Bildern zu sprechen) Happy-End folgen. Cliffhanger sind zu vermeiden, denn sie lassen einen Websitebesucher verwirrt zurück und verschweigen ihm, die Quintessenz der zuvor erzählten Geschichte. Was als ein passendes Ende gesehen wird, kommt ganz auf die Zielgruppe an, an die sich die Seite richtet.

Das Erzählen dieser Geschichte wird dann schwierig, wenn die Zielgruppe sehr breitgefächert ist. Wenn zum Beispiel schon unterschiedliche Wissensstände über das gewählte Thema herrschen, kann dies zu Absprüngen führen. Sprungmarken können hier eventuell wieder die Lösung sein, damit mehrwissende Nutzer bestimmte Bereiche überspringen können und schnell zum Ziel gelangen.

Klassische Beispiele für solch ein Ziel sind Call-to-Action Bereiche meist zur Kontaktaufnahme oder Produktbestellung.

Es geht wie bereits erwähnt immer um die Inszenierung dieses Ziels. Der OnePager bietet die Bühne um nicht die pure Aufforderung zur Aktion zu präsentieren, sondern die Gründe zu liefern, warum die Aktion ausgeführt werden sollte. Der Websitebesucher muss eine möglichst eindrucksvolle, aber auch authentische Darstellung erleben.

Das erfordert Kreativität in der Gestaltung, kann durch wenig Text und viel Bildsprache oder Animationen und Videos passieren. Abwechslung hält Besucher auf der Website – immer natürlich mit dem Blick aufs Ziel.

Wann eignet sich ein OnePager nicht?

Ist Ihr Ziel, Ihre Zielgruppe und die Geschichte, die um die gewünschte Aktion erzählt wird nicht klar definiert, sollten Sie den OnePager nicht als Medium wählen. Obwohl es dann auch bei anderen Formaten schwierig werden kann.

Für den Blogbetrieb ist eine OnePager-Seite auf alle Fälle nicht geeignet. Die Geschichte, die erzählt wird, sollte immer abgeschlossen sein und nicht durch Blog-Episoden ergänzt werden müssen. Hierdurch würde die Struktur der Seite zu sehr vernetzt.

Das heißt aber nicht, dass ein OnePager nicht bearbeitet werden kann. Nach Analysen können Aktualisierung- und Optimierungsprozesse vorgenommen werden.

Welche Plattform (CMS) sollte ich für meinen OnePager wählen?

Aufgrund ihrer steigenden Beliebtheit kann man OnePager oft leicht über schon fertige Themes erstellen. Da allerdings spezifische Zielgruppen auch auf sie angepasste Designs und Elemente auf der Website erwarten, empfiehlt es sich OnePager individuell zu gestalten. So werden Ihnen keine Grenzen im Aufbau gestellt und Ihr OnePager hebt sich unter der Vielzahl der schon bestehenden Seiten ab.

Lazyloading für zielgerichtete Abfragen

Zu beachten ist bei der Wahl der Plattform im Beosnderen die Ladezeit. Dies kann bei einer schnelllebig gedachten Seite wie einem OnePager zu hohen Absprungraten führen. Die klassischen 3 Sekunden werden als Richtwert für eine erhöhte Gefahr zum Absprung gesehen.

Lazyloading kann hier das Schlüsselwort sein. Hierdurch laden Inhalte erst bei Abfrage. Die Ladeaktivität kann sich also auf die Bereiche konzentrieren, die auch wirklich benötigt werden. Nichtbenötigte Elemente können vernachlässigt werden. Nicht alle Themes ermöglichen Lazyloading.

OnePager und Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Problematisch kann Lazyloading allerdings in der Suchmaschinenoptimerung werden, da ein Crawler die Website nicht vollständig erfassen kann. Hierfür wären schließlich die geforderten Abfragen nötig.

Auch die Beschränkung auf eine Seite kann Schwierigkeiten für die SEO-Arbeit bieten. Keywords müssen eben auf dieser optimal plaziert werden. Die Reduzierung auf wenige und spezielle Keywords ist deshalb von großer Bedeutung. Dies geht auch wieder mit der genauen Definition des Ziels einher. Ein Nischenthema hat eine höhere Wahrscheinlichkeit erfolgreich auf einem OnePager präsentiert zu werden als ein Thema, zu dem viele Mitbewerber existieren.

Auf technischer Ebene ist es zu guter Letzt wichtig eine HTML-5-Struktur einzuhalten. In dieser kann die Suchmaschine die einzelnen Abschnitte klar semantisch voneinander trennen und bekommt so weniger Probleme bei der Indexierung.

Kontaktieren Sie uns für Ihre Wahl: OnePager oder mehrseitige Website?

Fazit: OnePager sind beliebte Präsentationsformen in der Websitebranche geworden. Das hat gute Gründe, aber man muss immer darauf achten seine Ziele und die entsprechenden Präsentationsformen klar zu definieren. Nicht für jedes Thema eignet sich ein OnePager. Wir merken: „form follows function“. Ein OnePager sollte nicht erzwungen werden, eventuell gibt es bessere Alternativen. Dennoch ist es ein modernes und oft konversionsbringendes Website-Format.

FMA medien berät Sie gerne, ob ein OnePager etwas für Ihr Vorhaben ist und schlägt Ihnen Umsetzungsformen oder alternative Konzepte vor. Kontaktieren Sie uns unverbindlich!




Artikel aus dem FMA medien Blog