Foto: Leslie Wathsack

Die feinen Unterschiede sind für viele unbekannt

Bei unseren letzten textlichen Arbeiten zu unserer neuen Website und der angegliederten Verbandsseite ist es uns selbst aufgefallen: Homepage, Website, Webseite. Das klingt alles gleich. Wenn man aber einen genaueren Blick darauf wirft, gibt es feine aber wichtige Unterschiede! Synonyme sind es (auch wenn sie oft so verwendet werden) jedenfalls nicht.

In unserer Welt werden dann noch Begriffe wie Internetportal und Webanwendung in den Raum geschmissen. Wir erklären, was wofür steht – damit Sie auch genau wissen, was sie eigentlich wollen!

Webseite (oder auch Internetseite)

Die Webseite ist eine einzelne gesehene Seite, also ein eigenständiges HTML-Dokument. Das bedeutet aber nicht, dass sich eine Webseite nur Text einschließt. Auf ihr können Bilder, Videos, Streams, sogar 3D-Spiele und diverse andere Elemente eingebunden werden.

Jede Webseite hat ihre eigene URL (Unique Resource Locator), die in der Browserzeile sichtbar wird. Häufig werden diese für Unterseiten auch durch Ergänzungen der Startseiten-URL erzeugt, sodass die sie als Unterkapitel der gesamten Website verstanden werden können.

Ein und dieselbe Webseite muss nicht immer genau gleich aussehen. Sie kann beispielsweise für die Verwendung über mobile Geräte in Layout und Inhalt angepasst werden. Dies passiert automatisch, indem verschiedene Varianten für die jeweiligen Gerätegrößen hinterlegt werden. Das sorgt für die passende Nutzerführung und schnelle Ladegeschwindigkeiten.

Dass der Begriff Webseite nur eine halbgare Übersetzung des englischen Wortes ‚Website‘ ist stimmt nicht, denn:

Eine Website aus vielen Webseiten

Alle Webseiten zusammen bilden den Internetauftritt, die sogenannte Website.

Homepage (Startseite)

Die Homepage ist eine der Webseiten, also eine einzelne Seite des gesamten Konstrukts (Website), genauer gesagt handelt es sich um die Startseite.

Oft werden Website und Homepage als Synonyme verwendet. Technisch gesehen sind sie das aus genannten Gründen nicht. Allerdings ist diese Verwendung nachvollziehbar, da die Startseite als zentraler Punkt (Hub) dient alle einzelnen Seiten der Website zu erreichen.

Von den jeweiligen Unterseiten der Website gibt es meistens auch die Möglichkeit direkt zurück zur Startseite zu gelangen. Wenn Sie nicht auf einem Reiter in der Navigation verlinkt ist, erreicht man sie heutzutage oft durch Klicken auf das Websitelogo.

Web-Portal oder Internetportal:

Beim Begriff des Webportals fangen die Definitionen schon an bröckelig zu werden. Besonders im Bereich der Verbandskommunikation kommt er häufig zum Einsatz. Ein Web-Portal ist im Prinzip auch eine Website oder ein Teil einer solchen, der unterschiedliche Dienste anbietet und Informationsaustausch ermöglicht. Zu erreichen ist er meistens deshalb über eine Anmeldefunktion, die in den Mitgliederbereich leitet.

Die Informationsbereitstellung kann auf einem Webportal unter strukturierten Hierarchien erfolgen. Die Großversion eines informativen Webportals stellt Wikipedia dar.

Das Portal kann zur zentralen Anlaufstelle Ihrer Website dienen, an der weitere Software angebunden werden kann. Dies ist dann nur über einen entsprechenden Zugang zu erreichen.

Unter Webportale können folgende Internetanwendungen gezählt werden:

  • E-Mail System
  • Tauschbörsen
  • Online-Banking Portal

Beispiele für von uns entwickelte Webportale

  • DVNLP (Portal um Trainer Coaches und Therapeuten zu finden, sowie einen internen Bereich für Mitglieder zur Planung von Veranstaltungen etc.)
  • BDY

Webanwendung

Die Webanwendung geht noch einen Schritt weiter als das Portal. Sie ist als ganze Software in der Webumgebung zu verstehen. Die Benutzung erfolgt also auch hier über eine Website. Beim Aufruf dieser wird, anstatt das Programm dem lokalen Rechner laden zu müssen ein, Server angesteuert.

Webanwendungen sind im Gegensatz zu lokalinstallierten Programmen besonders für Interaktionen zwischen mehreren Personen geeignet, da Arbeitsfortschritte immer live aktualisiert werden. Ein Beispiel für diese Möglichkeit bietet unser im letzten Jahr erstelltes Warenwirtschaftssystem Trados.

Was gibt es sonst noch so?

Im Feld der Webbranche waren die vorgestellten Begriffe natürlich nur ein kleiner Ausschnitt aus dem riesigen Definitionsdschungel. Weiter gäbe es beispielsweise noch die Begriffe des Onepagers bzw. der Landingpage oder Microsite. Hierzu mehr in einem Folgeartikel. Ansonsten schauen Sie sich doch einfach mal an wie die Konzeption einer Website abläuft.




Artikel aus dem FMA medien Blog